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Benjamin Grosvenor & Hyeyoon Park

Klavier - Violine

BEETHOVEN, RAVEL, BARTOK, BRAHMS

Sonntag 3 juni 2018, 17:00
Pasquart Kirche

LUDWIG VAN BEETHOVEN (1770-1827)
Violinsonate Nr. 8 G-Dur, op. 30 Nr. 3 (1801-1802)
  Allegro assai
  Tempo di Minuetto, ma molto moderato e grazioso
  Allegro vivace

MAURICE RAVEL (1875-1937)
Sonate pour violon et piano en sol majeur (1923-1927)
  Allegretto
  Blues. Moderato
  Perpetuum mobile. Allegro

BÉLA BARTÓK (1881-1945)
Rhapsodie für Violine und Klavier Nr. 1, BB 94 (1928)
 «Lassú». Moderato
 «Friss». Allegretto moderato

JOHANNES BRAHMS (1833-1897)
Violinsonate Nr. 3 d-Moll, op. 108 (1886)
  Allegro
  Adagio
  Un poco presto e con sentimento
  Presto agitato


Die Violinsonate Nr. 8 in G-Dur gehört ohne Zweifel zu den mitreissendsten Schöpfungen Ludwig van Beethovens. Sogar der mittlere, traditionell langsame Satz, wird durch ein anmutiges Tempo di Minuetto ersetzt, was ermöglicht, in einer heiteren Stimmung zu bleiben. Eine ganz andere Atmosphäre schafft die Violinsonate Nr. 3 in d-Moll von Johannes Brahms. Im Gegensatz zur lyrischen Sonate Nr. 2 in D-Dur, die früher in dieser Saison zu hören ist, weist uns diese Partition auf die dramatische Seite des Komponisten hin. Das Adagio als einziger Satz in Dur gehalten, ist von einer nüchternen Schwere und Anspannung, die - kaum losgelassen - mit einem atemlosen Scherzo in fis-Moll wieder aufgebaut wird. Beeindruckend in diesem Stück ist auch der zwischendurch fast konzertante Klavierpart: man versteht, warum Brahms sie seinem Freund und grossen Pianisten Hans von Bülow gewidmet hat.

Maurice Ravel und Béla Bartók entführen uns in eine andere Welt. In der über eine längere Zeit entstandenen Sonate für Violine und Klavier in G-Dur zeigt uns der Franzose verschiedene Facetten seines Schaffens. Vor allem in seinem Blues im mittleren Satz erinnert er an das grosse Interesse, das er für die afro-amerikanische Musik empfand. Dem für die Geige virtuosen Perpetuum mobile, mit seinem unerbittlichen Rhythmus, steht der zarte erste Satz mit melodischen Arabesken und durchsichtigen Klängen gegenüber. Die Rhapsodie für Violine und Klavier Nr.1 von Bartók baut auf verschiedenen bei der osteuropäischen Volksmusik ausgeliehenen Themen auf. Synkopierte Rhythmen, alterierte Tonleitern, ständig wechselnde Taktarten und Doppelgriffe, geben der Partitur einen Anstrich von Zigeunermusik.

Eintritt kostenlos - Kollekte (empfohlener Beitrag: CHF 30.-)

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Benjamin Grosvenor