Edito

Liebe Musikfreundinnen
Liebe Musikfreunde

Im Februar durften wir mit der herausragenden Pianistin Claire Huangci einen brillanten Einstieg in unser Beethoven-Projekt 2020 erleben, das die Gesamtaufführung der 32 Klaviersonaten im Programm vorsah. Dann kam – Sie haben es erlebt – der grosse Lockdown, der von einem Tag auf den andern alle öffentlichen Anlässe und Aktivitäten stoppte. Eine Veranstaltung nach der andern musste abgesagt werden. Für uns bedeutete das sechs Monate ohne öffentliche Konzerte, ohne Begegnung mit Künstlerinnen und Künstlern, ohne inspirierenden Austausch. Das hat uns sehr gefehlt und Ihnen sicher auch.

Heute sind wir glücklich, dass es uns trotz allen Schwierigkeiten gelungen ist, für die neue Saison 2020-2021 alle bereits in letzten Jahr verpflichteten international renommierten und passionierten Beethoven-Interpreten zurückzugewinnen und die Gesamtaufführung der 32 Beethoven-Klaviersonaten zur Vollendung zu bringen.

Jedes der acht Rezitals wird zweimal gespielt, um 17.00 und um 20.00 Uhr.Grund ist die vorgeschriebene Sitzplatzreduktion im Saal.

Die Konzerte sind ohne Pause und dauern ca. 75 Minuten. Gestrichen sind auch die kurzen musikalischen Surprisen durch Solisten der TOBS zu Beginn der Konzerte. Sie werden jedoch anlässlich desfeierlichen Abschlusses der Saison 2020-2021 zur Aufführung kommen.

Das Beethoven-Projekt wartet mit weiteren überraschenden Veranstaltungen auf: in Zusammenarbeit mit Nebia im Oktober die visionäre „Soirée chez B.“ mit zwei ungewöhnlichen Kompositionen mit Beethoven-Bezug, einer verwirrenden Inszenierung und einer Welturaufführung. Der Zugang zu diesem visionären Konzert ist interdisziplinär, mit einer Videoprojektion, einem DJ und mit vier in Schlagzeuginstrumente verwandelten Klavieren. Diese Veranstaltung ist eng verbunden mit dem Rezital von Alexander Lonquich und der monumentalen Hammerklavier-Sonate Beethovens.

In «Station Beethoven» zeigen im Januar 2021 Schülerinnen und Schülern der Musikschule Biel ihre Leidenschaft und Auseinandersetzung mit dem grossen Komponisten. Im Mai folgt in der Pasquart-Kirche eine weitere Welt-Uraufführung. Das Quatuor Sine Nomine spielt das Werk, das durch den von der SPB im Januar 2020 lancierten Kompositionswettbewerb ausgezeichnet wird.

Im Zuge dieser zwölf Konzert-Abende und einer Matinée öffnet das «Beethoven-Projekt» einen weiten musikalischen Horizont. Es bietet die seltene Gelegenheit live 32 Meisterwerke von Beethoven, zu erleben. Eine wunderschöne Möglichkeit 32 Erzählungen mit dramatischen, aufwühlenden, lyrischen oder spritzigen Geschichten zu folgen, sich mit Emotionen überschütten, zu lassen, die sie seit ihrer Entstehung und heute immer noch auslösen.

Wir sind überzeugt, dass uns Beethoven gerade in diesen verunsichernden Zeiten viel zu sagen hat und das seine Musik mehr als vieles andere uns stärken kann.

Es würde uns freuen, wenn die innovativen Ansätze unseres Programms rund um Beethoven, mit einem speziellen Blick auf das heutige musikalische Schaffen, Sie ebenfalls begeistern könnte.

Wir starten am 27. September mit dem Top unter den Meisterwerken Beethovens in der Interpretation eines Ihrer beliebtesten Künstlern: Roger Muraro mit der einzigartigen Appassionata.

Die SPB ist stolz, ihr ambitioniertes Projekt dank grossem Engagement und der Unterstützung zahlreicher Sponsorinnen und Donatoren, zu einem guten Abschluss zu bringen.

Wir freuen uns, Sie am 27. September im Logensaal begrüssen zu dürfen. Bis Bald!

Die Künstlerische Leitung und der Vorstand der SPB