Edito

Liebe Freundinnen und Freunde

Auf Ludwig van Beethoven konzentriert, reiht sich unsere Programmgestaltung ein in die europaweiten Feierlichkeiten zum Gedenken an den vor 250 Jahren geborenen grossen Komponisten.

Der Einfluss Beethovens auf die nach ihm entstandene Musik ist immens. Immer noch zeitgemäss, widerspiegelt sein Werk nach wie vor die grossen Fragen unserer Zeit: die Konfrontation zwischen Individuum und Gesellschaft oder zwischen Tradition und technischer Revolution. Werte wie Brüderlichkeit, Freiheit und Gleichheit werden durch seine Musik erfahrbar. Die Romantik vorahnend, ist sie vi- sionär und eröffnet durch ihre Verheissungen bisher ungeahnte Perspektiven. Seine Musik berührt zutiefst, seine musikalische Botschaft löst heftige Gefühle aus und hinterlässt unvergessliche Spuren.

Schon in der letzten Saison gestartet, setzt unser Beethoven-Projekt seinen Weg ab Januar 2020 mit der Gesamtaufführung der 32 Klaviersonaten fort. Diese „Magna Carta der Musik“ (Jürgen Uhde) oder wie es Hans von Bülow sagte „Das Neue Testament des Klavierspiels“ wird von neun international anerkannten Interpreten dargeboten, die wir wegen ihrer innigen und privilegierten Beziehung zu Beethovens Werken ausgewählt haben.

Zudem, mit einem innovativen Format der Rezitals, haben wir die Möglichkeit, künstlerische Kräfte unserer Stadt zu vereinen: zu Beginn der Konzerte werden Musiker, Solisten des TOBS, der HKB oder Bieler Kulturschaffende mit kurzen, musikalischen Überraschungen aufwarten und das Programm durch unerwartete und amüsante Blitzlichter über Beethovens Schaffen bereichern.

Carte Blanche erhält die Bieler Musikschule, um sich mit einem Konzert im März 2020 an unserem Projekt zu beteiligen. Unter dem Titel „Station Beethoven“ lassen uns junge Musikerinnen und Musiker an ihrem Enthusiasmus für das Werk des Komponisten teilhaben.

Nach wie vor ist die verwegene Kühnheit Beethovens ein Motor, der die Fantasie heutiger Komponisten anregt. In diesem Sinn setzt sich unser Projekt 2020-2021 fort. Zeitgenössische Schweizer Komponistinnen und Komponisten erhalten die Möglichkeit, von Beethoven inspirierte eigene Werke zu schaffen und zur Uraufführung zu bringen.

Die Saison 2019-2020 eröffnen wir im September mit dem famosen Apollon Musagète Quartett. Zu hören sind „Rosamunde“ von Schubert und op. 106 von Dvorak. Es folgen im November zwei vielversprechende Bieler Jungtalente, Marie Carrière und Gian Luzi Niederhauser, mit einem reichen und bunten Programm.

Bedanken möchten wir uns bei der Stadt Biel,unseren offiziellen Partnern, unseren Mäzenenund Freunden für ihre Spenden. Ohne ihre wertvolle Unterstützung wäre unser ehrgeiziges Projekt „in progress“ nicht realisierbar.

Bleibt noch, Sie ganz herzlich zu diesem hinreissenden Musikfest einzuladen,

Rada Petkova und Fabrizio Ventura, künstlerische Leitung